Pagenhaus

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Das Haus

Innere Werte: Dialog der Epochen

Hinter der 80 Meter langen Fachwerkfassade des Pagenhauses entfaltet sich ein Innenleben, das Geschichte nicht als Museum konserviert, sondern stilvoll fortschreibt. Der Weg ins Private führt über das kürzlich neu gestaltete Treppenhaus: Sanfte, historische Grün- und Grautöne greifen die Eleganz des Barock auf, während die freigelegten Holzdielen und die kunstvoll geschwungene Balustrade den Ton für die Architektur der Wohnung vorgeben.

Eine umfassende Grundsanierung verwandelte die Räumlichkeiten in ein Refugium, das Altes wertschätzt und Neues wagt. Charakteristische Elemente der 1940er-Jahre – wie die originalen Kassettentüren und das ikonische Badezimmer-Waschbecken – blieben als prägende Zeitzeugen erhalten. Sie bilden das Fundament für ein Raumkonzept, das gekonnt mit Kontrasten spielt:

Barocke Reminiszenzen: Ockergelbe Wandflächen, hinterleuchtete Sillhouetten und barockisierende Spiegelzitate nehmen die prunkvolle Vergangenheit des Kurfürstentums subtil auf.

Materialität & Textur: Handgefertigte, dunkle Fliesen mit feinem Schimmer im Bad treffen auf das warme Spiel restaurierter Dielenböden und maßgefertigter Holzeinbauten unter den Dachschrägen.

Kuratierter Stilmix: Antike Biedermeier-Récamièren mit Korallenmustern, ein schwarzer Flügel als musikalischer Mittelpunkt und gezielt gesetzte, moderne Leuchten schaffen eine vielschichtige Atmosphäre.

So entsteht ein privates Interieur im Pagenhaus, das zeitlose Eleganz, kuratierte Kunst und gelebte Geschichte auf harmonische Weise vereint.